Foto: Wolfgang Häffner

„L(i)ebe(n)s-Lust“ – eine ausgesprochen klangvolle Partnervermittlung . . .

Wie heißt es so schön: „Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über . . .“.  Glaubt man der Werbung, dürfte es also nicht allzu schwer sein, die Richtige für traumhafte Nächte zu finden, in denen der Mensch nicht gern alleine sein will. Aber: hat da schon jemand den Fehler erkannt? Wenn sich da immer nur EIN Single verliebt und nicht zwei, dürfte das Problem der Partnersuche auch noch nicht so ganz optimal gelöst sein . . .

Da ist es schon besser, wenn der betreffende hoffnungsvolle Single – in unserem Fall verkörpert von Freddy Zoller – zunächst von einem hilfsbereiten Fachmann in puncto Beziehungsanbahnung, einem echten „Mann für Amore“ (Peter Arnold), nützliche Tipps erhält und anschließend gleich von drei Chören stimmkräftige Hilfestellung bekommt. Ganz zu schweigen von einem bestens gelaunten Publikum in einer bis auf den letzten Platz besetzten Obereisesheimer Festhalle.

Nachdem Peter als rosenverteilender „Bel Ami“ Freddy überzeugen konnte, dass Liebeskummer sich nicht lohnt – schwungvoll unterstützt vom Offenen Chor - , war der Weg natürlich nicht weit zur Partnervermittlung Singgruppe & Chorifeen, die diesmal nicht nacheinander, sondern gemeinsam auf der Bühne standen und sich mit Evergreens und Tophits abwechselten. Dabei lautete die Antwort auf die bange Frage „Ham‘ Se nich‘ ´ne Braut für mich?“ nicht umsonst „Ja, ja, ja – wir ham Verschiednes da!“ Mal versprachen die Chorifeen „Sweet Dreams“, betonten, dass auch einmal „Wunder geschehn“, oder machten Mut mit „Always look on the bright side of life“; mal wies die Singgruppe darauf hin, dass „So ein Mann“ die Damen unwahrscheinlich anzieht und „Rote Lippen“ zum Küssen da sind. Dazu versicherte eine Frauengruppe aus beiden Chören freundlich „Komm, ich mach das schon“ und riet „Entspann dich“, auch wenn die Entscheidung schwerfallen muss, ob es nun „Die da, die da, die da oder vielleicht die da“ sein soll. Die Frau voll Elan, die freitags nicht kann, weil sie sich da bei uns in der Singstunde unterm Rathausdach befindet, ist übrigens unsere Chorleiterin Sonja Wagenblast-Türmer, die 2020 ihr zehnjähriges Dirigentenjubiläum bei unserem Verein feiern kann und natürlich zu diesem Anlass ein Extraständchen bekommen hat.

Trotz mancher Hindernisse – so beklagten die Chorifeen mit den Frauen der Singgruppe „In jeder Frau steckt ein Stück Hefe“, und die Singgruppen-Männer mussten nach allzu kurzem „Minutenglück – wieder auf die Straße zurück“, so kam es zuletzt doch noch zu einem „Rendezvous“. Grund genug also, echt „Happy“ zu sein, nur entwickelte sich aus der trauten Zweisamkeit noch eine etwas brenzlige Situation. Aber alles kein Problem – nachdem die Zusammenkunft dummerweise ein wenig zu brandheiß geraten war und Freddy zuletzt immer noch ohne Traumfrau dastand, wurde ihm feierlich eine gebackene überreicht . . .

Also Ende gut, alles gut – und herzlichen Dank an alle, die zu unserem fröhlichen Abend beigetragen haben: unserer bewährten Instrumentalcombo Martin Lechner, Michael Wolf und Volker Zottnick; dem engagierten Organisationsteam, speziell Wolfgang Lechner für die Ausarbeitung des Ablaufs; allen, die Spielrollen und Extraauftritte übernommen haben; Jürgen Röger für die hervorragenden Tenorsoli in
„S‘ Leba isch a Traum“ und „Küssen verboten“; allen Technikern und Helfern vor und hinter den Kulissen; unseren Chorleiterinnen Sonja Wagenblast-Türmer und Bettina Eitzenhöffer für Probenarbeit und Dirigat; und vor allem natürlich unserem Publikum, dem es hörbar gefallen hat!

Christine Thiemt, Schriftführerin